Inklusion heißt "Gemeinsamkeit von Anfang an"

Inklusion wird in Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gemeinhin als Auftrag gesehen, der sich auf die Bürgerrechte beruft und Strukturen schaffen will, Menschen mit Behinderung in vollem Umfang an der Gesellschaft teilzuhaben zu lassen. In diesem Rahmen wird die Beschulung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf durch Hilfestellungen der Schule unterstützt. Mobile sonderpädagogische Dienste besuchen die Kinder und stellen fest, welche Maßnahmen die Teilhabe am schulischen Lernen unterstützen. Je nach Einzelfall können der Bezirk oder die Ämter für Jugend und Familie Eingliederungshilfen gewährleisten, wenn durch sie die geregelte Teilhabe am Schulunterricht der Regelschule ermöglicht wird.

Auch in anderen Ländern Europas wird der Gedanke der Inklusion von Kindern mit Behinderungen an den allgemeinbildenden Schulen nachhaltig verfolgt.

Zur Beschulung an der Regelschule gibt es gemäß dem Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes (BayEUG) verschiedene Modelle kooperativen Lernens:

Kooperationsklassen
Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf wird zusammen mit Schülerinnen und Schülern ohne sonderpädagogischen Förderbedarf mit Unterstützung der Mobilen Sonderpädagogischen Dienste (MSD) gemeinsam unterrichtet.

Partnerklassen
Partnerklassen der Förderschule oder der allgemeinbildenden Schule kooperieren mit einer Partnerklasse der jeweils anderen Schulart. Formen des gemeinsamen, regelmäßig lernzieldifferenzierten Unterrichts sind darin enthalten.

Offene Klassen der Förderschulen
In offenen Klassen der Förderschule, in denen auf der Grundlage der Lehrpläne der allgemeinen Schule unterrichtet wird, können Schülerinnen und Schüler ohne sonderpädagogischen Förderbedarf unterrichtet werden, wenn kein Mehrbedarf an Personal und Räumen entsteht.

Inklusive Schule
Schulen können mit Zustimmung der zuständigen Schulaufsichtsbehörde und der beteiligten Schulaufwandsträger das Schulprofil "Inklusion" entwickeln. Unterrichtsformen und Schulleben sowie Lernen und Erziehung sind auf die Vielfalt der Schülerinnen  mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf auszurichten.

In der Stadt und im Landkreis Würzburg gibt es seit 2013/2014 vier Schulen mit inklusivem Profil:  
Georg-Anton-Urlaub-Grundschule Thüngersheim 
Grundschule Würzburg-Heuchelhof
Leonhard-Frank-Grundschule Würzburg-Heuchelhof/Rottenbauer
Mittelschule Würzburg-Heuchelhof